Gesunde Selbstgepresste Säfte selber machen

Säfte

Mit selbstgepressten Säften kann man die Gesundheitsvorsorge ankurbeln, fit und schlank bleiben.

Egal, ob Obst- oder Gemüsesäfte, sie alle stecken voller Mineralstoffe, Spurenelemente, wichtiger Nährstoffe und natürlich Vitamine. Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe tun dem Körper gut. Cranberrysaft wirkt zum Beispiel gegen Blasenentzündung, Heidelbeersaft hat sich gegen Verdauungsbeschwerden bewährt und Tomatensaft gilt als stärkster Radikalenfänger, der laut einer Auswertung von 35 Studien, dank seines hohen Lycopingehalts, das Krebsrisiko um bis zu 40 % senkt. Frisch gepressten Säften wird sogar eine verjüngende Wirkung nachgesagt. Doch sind tatsächlich auch alle fruchtigen, süßen, leckeren Säfte gesund? Und, welche Art Entsafter sollte man bei einer Saftkur einsetzen, damit die volle Vitamin-Power erhalten bleibt, Saftpressen oder Zitruspressen?

Der Geschmack eines frischen Orangensaftes ist selbst im Vergleich zum sogenannten „Direktsaft“ unvergleichlich viel besser. Ein frischgepresster Saft ist nicht nur eine optimale Erfrischung zur Sommerzeit, sondern auch im Winter ein leckerer Lieferant an Vitaminen und Enzymen. Allerdings sollte man beachten, dass Früchte einen hohen Zuckergehalt haben und somit Fruktose und Glukose enthalten. Diese landen samt der Kalorien im frischgepressten Saft. Wer auf die Figur achten möchte, sollte daher nicht zu viel Obstsaft trinken. Im Gegensatz zu Fruchtsäften, besitzen Gemüsesäfte einen höheren Ballaststoff- und Nährstoffgehalt, stillen den Hunger und haben zudem weniger Kalorien und Zucker.

Das Beste aus der Frucht holen

Möchte man sich einen Gemüsesaft herbeizaubern,benötigt man hierfür in der Regel eine Saftpresse, die mit einem oder zwei Kolben ausgerüstet ist, um nicht nur Zitrusfrüchte, sondern auch diverse Gemüsesorten entsaften zu können. Möchte man größere Mengen Saft herstellen und diesen über einen längeren Zeitraum aufbewahren, sollte man eventuell einen Dampfentsafter verwenden, da dieser den gewonnenen Saft durch die Hitze des Dampfes, haltbar macht (Achtung: hierbei gehen allerdings Vitamine verloren).

Wenn man die positiven Wirkungen von Obst- und Gemüse für die Gesundheit nutzen möchte, sollte man auch auf Zentrifugen-Entsafter in der Regel besser verzichten. Diese Entsafter-Art verspricht zwar eine rasche Zubereitung, werden jedoch durch die hohe Umdrehungszahl große Mengen an Sauerstoff in den Saft eingewirbelt, wodurch starke Oxidationsvorgänge entstehen und Vitamine und Enzyme verloren gehen, beziehungsweise geschädigt werden.

Ein paar Orangen lassen sich locker sogar mit Omas gläsernen Zitronenpresse auspressen, allerdings sind die modernen Zitruspressen von heute bei weitem bequemer und erfordern weniger Kraftaufwand.Elektrische Zitruspressen sind die preiswerteste Art, um an die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe zu gelangen. Teurere Geräte bieten zudem zahlreiche Zusatzfunktionen.

Für festeres Obst und Gemüse sind Zitruspressen jedoch ungeeignet. In diesem Fall lohnt sich die Anschaffung einer Saftpresse. Qualitativ hochwertige Geräte garantieren bei der Zubereitung des frischen Saftes, durch ihr präzise arbeitendes Schneidwerk und niedrige Umdrehungszahlen, eine schonende Behandlung des Pressgutes. Denn, damit der Saft oder Smoothie nicht nur schmeckt, sondern auch ausreichend Vitamine enthält, muss zudem eine gute Konsistenz vorhanden sein.

Wichtig: Egal, ob man sich für eine Zitrus- oder Saftpresse entscheidet, einen Erdbeer-, Orangen- oder Gurkensaft herstellt, frisch gepressten Saft sollte man sofort trinken. Steht der Saft länger, werden mit der Zeit und durch die Einwirkung von Sauerstoff, Wärme und Licht wertvolle Inhaltsstoffe abgebaut. Außerdem sollten Liebhaber von Grapefruitsaft nicht zu viel des Guten zu sich nehmen, da schon ein Glas davon zu ungünstigen Wechselwirkungen mit gewissen Medikamenten führen kann. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel bei der Einnahme von Antibiotika, Antidepressiva, Anti-Baby-Pillen, Blutdruck- und Cholesterinsenkern sowie Schlafmitteln geboten.

Welcher Saft soll es werden?

Um eine Rundumerneuerung zu erfahren, sollte man täglich frischen Saft trinken. Am besten verschiedene Säfte oder Saftkombinationen.

Erdbeersaft (auch in Kombination mit Johannisbeersaft): Erdbeeren enthalten sehr viele Vitamine, Mineralien und Farbstoffe. Erdbeersaft wird auch als Schlankheitssaft bezeichnet. Johannisbeeren enthalten Inhaltsstoffe, die sogar gegen Demenz helfen.

Apfelsaft: Apfelsaft lässt sich auch optimal mit Gemüsesäften kombinieren. Frisch gepressten Saft sollte man mit Schale und Kerngehäuse trinken, denn 70 % der Nährstoffe sind in der Schale (Pektin) und im Kerngehäuse (Vitamin K, Oxalsäure und natürliches Jod) enthalten. Somit schützt ein entsprechend hergestellter Apfelsaft vor Radikalen, bindet Fremdstoffe im Körper, reduziert das Risiko an Atemwegserkrankungen und wird zudem von einigen Heilpraktikern als Anti-Krebsmittel geprießen.

Heidelbeersaft: Heidelbeeren enthalten viel Vitamin C, Calcium, Kalium, Eisen und Magnesium. Heidelbeersaft regt die Verdauung an, stärkt das Immunsystem, schützt vor Herzinfarkt und bei Kreislaufproblemen. Ferner wirkt die Beere Blasenentzündungen entgegen und schützt sogar gegen Nachtblindheit.

Ananassaft: Ananas enthält Enzyme, die als Fatburner bekannt sind und die Haut schön strafmachen. Die Frucht ist vollgepackt mit Phosphor, Kalium, Calcium, Zink, Magnesium, etc. und hilft bei Übersäuerung.

Weintrauben: Trauben, insbesondere die Kerne, protzen nur so vor gesundheitsfördernden Stoffen. Sie enthalten das bekannte OPC, das sich sehr positiv auf Augen, Immunsystem und Haut auswirkt und Heilungsprozesse im Körper fördert.